Heute der Bericht, der eigentlich morgen in der Zeitung erscheinen sollte, aber leider aufgrund eines Übertragungsfehler des Email-Anhanges nicht gedruckt werden kann...Nach knapp einer Woche haben wir uns langsam dem lockerleichten Leben hier angepasst. Die Jahresmitteltemperatur auf Hawaii liegt bei 26°C, jedoch heizt die Sonne das dunkle Lavagestein sehr auf, wodurch es auch jetzt zu Temperaturen um die 40° C kommen kann. Diese sehr warme und zudem feuchte Luft machen diesen Wettkampf wohl zu einem der härtesten Sportwettkämpfe der Welt. Der Ironman findet an der sonnigen Westküste von Big Island statt. Sie ist die größte des insgesamt 136 Inseln umfassenden hawaiischen Archipels, aber mit nur 120 000, von insgesamt 1,25 Mio., Einwohnern eher dünn besiedelt. Die Insel ist aus 5 Vulkanen entstanden, von denen noch 2 im Süden der Insel aktiv sind - derzeit sehr aktiv. Die Rauchschwarten, die von den Vulkanen ausgehen, ziehen, begünstigt durch den Ostwind, auch über die Westküste hinweg. Dadurch ist es nachmittags eher bedeckt, was auch für den Wettkampf zu erwarten ist. Darüber bin ich nicht so enttäuscht, denn bei 28°C lässt es sich wohl besser einen Marathon laufen als bei 40°C.
Die Spannung vor dem Event steigt langsam. Dienstag nutzten wir die Gelegenheit im Natural- Energy-Lab laufen. Dieser 7 km lange Abschnitt der Wettkampfstrecke ist eigentlich für

die Öffentlichkeit aufgrund der dort stattfindenden Forschungsarbeiten gesperrt. Er führt durch trostlose Lavafelder und wird am Samstag, wegen der großen Hitze und Einöde, wohl härteste.
Am Mittwoch früh stand noch einmal eine Schwimmeinheit am Pier an, die wir zufälligerweise wieder mit Normann Stadler teilten. Danach ging es zur offiziellen Registrierung und am Nachmittag zur deutschen Wettkampfbesprechung. Die Zeit dazwischen nutzen wir zu einer 2-stündigen Radausfahrt mit ein paar kurzen Intervallen für die Vorspannung der Muskeln.
Der Donnerstag gestaltete sich nun eher gelassen, morgens waren wir schnorcheln und haben sogar Schildkröten gesehen, nachmittags wurde das Rad wettkampftauglich gemacht. Am Abend ging es dann zur offiziellen Pasta-Party, bevor am Freitag noch mal sehr kurz geschwommen, Rad gefahren und gelaufen wurde um noch einmal die nötige Vorspannung aufzubauen. Die nötige Anspannung ist jedenfalls mehr als vorhanden ... :-)